Exkursion ins Ruhrgebiet

Exkursion ins Ruhrgebiet

Die Erdkunde-Leistungskurse auf den Spuren des Strukturwandels

Datum: 10.02.2020 Autor: Svea Haferkamp und Lena Kuck

Ruhrgebiet Januar 2020: Dem Strukturwandel auf der Spur


Auf unserer Kursfahrt mit den Erdkunde-Lks Jahrgang 12 ins Ruhrgebiet, fuhren wir als
erstes zur Zeche Zollverein in Essen. In dem stillgelegten Bergwerk wurde zwischen 1851
und 1986 Steinkohle abgebaut. Heute ist es ein wichtiges Architektur- und
Industriedenkmal. Bei einer geführten Besichtigung durch die Anlage haben wir viel
Interessantes über die verschiedenen Arbeitsschritte des Steinkohleabbaus den teilweise
sehr harten Arbeitsbedingungen für die Angestellten erfahren. Der Besuch in der Zeche
Zollverein hat einem eine gute Vorstellung davon vermittelt, wie der einstige
Steinkohleabbau dem Ruhrgebiet während der Industrialisierung zu wirtschaftlichen
Aufschwung verhalf und einem auch die Problematik geschildert, die mit der Schließung
der Steinkohlebergwerke in Deutschland einherging.
Nachdem wir am Nachmittag die Jugendherberge in Duisburg bezogen haben, folgte am
Abend ein ganz besonderes Highlight unserer Kursfahrt: Eine geführte
Stirnlampenwanderung durch den 180 Hektar großen „Landschaftspark Duisburg-Nord“.
Auf dem Gelände eines ehemaligen Roheisenwerks entstand 1997 der Landschaftspark
Duisburg-Nord. Durch zahlreiche Freizeitangebote wie Open-Air Konzerte und
Filmvorstellungen, einem Kletterpark oder einem Tauchbecken in einem alten Gasometer,
wird das Werk neu genutzt und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Besonders
beeindruckt hat uns die nächtliche bunte Beleuchtung der Anlage, dass sich Besucher
überall frei bewegen dürfen und sogar einer der Hochöfen bis zu einer Höhe von 70
Metern begehbar gemacht wurde ( von dem man übrigens eine sehr gute Aussicht hat,
sollte man schwindelfrei sein).
Am zweiten Tag hatten wir die Chance, an einer Bustour vom Regionalverband Ruhr
teilzunehmen. Neben den Informationen die wie während der Busfahrt erhielten, haben wir
immer wieder Zwischenstopps an verschiedenen Stellen gemacht, wo wir auch
ausgestiegen sind. An nur einem Tag hatten wir die Möglichkeit, uns drei Städte des
Ruhrgebietes genauer anzusehen : Essen, Bochum und Dortmund. Auffallend war hierbei
der fast nahtlose Übergang zwischen den Städten.
Zunächst sahen wir uns den Phoenixsee an, einen künstlich angelegten See auf einem
ehemaligen Stahlwerksareal.
Unteranderem haben wir uns auch die Akademie Mont Cenis angesehen.
Dieses Gebäude ist von einer gläsernen Hülle umschlossen, die ein mediterranes Klima,
ähnlich dem in Nizza aufweist.


Eine Photovoltaikanlage befindet sich auf dem Dach, wobei die Zellen unregelmäßig
angeordnet sind, um eine natürliche Wirkung zu erzeugen, wie Wolken.
Hier finden Seminare statt.
Des Weiteren haben wir uns "Teutoburgia", eine Zechensiedlung in Herne sowie die
Emscher, also einen ehemaligen Abwasserkanal angesehen. Dieser Nebenfluss des
Rheins ist durch Renaturierung geprägt.
Insgesamt fanden wir Schüler*innen unsere Exkursion sehr bereichernd. Wir haben viel
gesehen, erlebt und natürlich auch einiges über den Strukturwandel gelernt. Besonders
sticht hierbei die Erkenntnis hervor, dass man durch Mut und Motivation, Dinge zu
verändern, einiges schaffen kann, sogar da, wo man es vielleicht am wenigsten erwartet.

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